Handwerkspädagogisches Konzept


Das Angebot der Sägespänchen richtet sich an Kinder von 6-10 Jahren, die Interesse am Werken mit Holz haben. Dabei ist es ganz egal, wie viel Vorerfahrung ein Kind mitbringt. Wir holen alle da ab, wo sie sind, und fördern sie auf ihrem individuellen Weg. 

Förderung handwerklicher Fertigkeiten 

Über das kreative Bauen mit Holz erlernen die Kinder nach und nach handwerkliche Fertigkeiten. Dazu gehören das Sägen von Holz, das Bohren mit einem Handbohrer, Verbindungen mit Hammer und Nagel herstellen, Schrauben mit einem Schraubendreher setzen, Holz verleimen, bemalen und vieles mehr. Sie entwickeln ein erstes Gefühl für die Funktionsweise von Werkzeugen, für die Beschaffenheit von Holz und Holzwerkstoffen. 

Wir arbeiten in der Werkstatt mit echtem Handwerkzeug, das speziell für Kinderhände konzipiert ist. Die Handhabung jedes Werkzeugs wird den Kindern in Ruhe erklärt und gezeigt. Die Kinder arbeiten ausschließlich unter Aufsicht mit den Werkzeugen und die Sicherheit beim gemeinsamen Werkeln hat immer Priorität. 

Problemlösungsfähigkeiten und Kreativität 

Manchmal klappt etwas nicht so, wie man es sich vorstellt. Im Handwerk kommt es immer mal vor, dass man eine neue Lösung finden muss, auch bei den Profis. Wenn der Klotz nicht am Brett hält, braucht man vielleicht einen anderen Kleber. Wenn der Sägeschnitt doch woanders gelandet ist, als er sollte, braucht es neue Ideen. Diese Herausforderungen stellen sich beim Werkeln automatisch, und bieten den Kindern die Möglichkeit, sich auszuprobieren, kreativ zu werden und neue Wege zu finden. 

Selbstwirksamkeit 

Die positiven Erfahrungen, etwas zu gestalten, kreativ Probleme zu lösen, mit Ausdauer und Geduld an einem Projekt zu arbeiten und sich gegenseitig zu helfen, stärken das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Durch das Benutzen echter Werkzeuge erfahren die Kinder, dass man ihnen etwas zutraut und sie ernst nimmt. 


Laut sein 

Im Alltag gibt es viele Situationen, in denen Kinder sich zurückhalten müssen, leise sein sollen oder zuhören müssen. All das müssen sie in der Holzwerkstatt manchmal auch – aber danach dürfen sie laut sein, nach Herzenslust hämmern, sägen, bohren, singen, und stören dabei niemanden. Fiete, der während der Kurse in seiner Baumhöhle schläft, ist nämlich Meister im Ausblenden von Geräuschen. Und Nika ist hart im Nehmen.